"Borderline ist wie ein Leben ohne feste Wurzeln" – "Borderline ist ein Leben am Rande des Aushaltbaren" – "Borderline bedeutet ein Kind zu sein, das verzweifelt nach seiner Mutter sucht" – so beschreiben Betroffene auf der Borderline-Plattform im Internet ihr Leiden. Was Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung (kurz: BPS) durchmachen, können Angehörige und Freunde meist nur schwer nachempfinden. Die komplexe Persönlichkeitsstörung ist nicht leicht zu verstehen.
Welche Symptome deuten auf Borderline hin?
Oft zeigen sich erste Symptome bereits in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter. Stimmungsschwankungen, Impulsivität, selbstverletzendes Verhalten sind mögliche Anzeichen. Doch die Borderline-Störung – auch Borderline-Syndrom genannt – kann sich ganz unterschiedlich äußern. Den typischen Borderline-Patienten gibt es nicht. Mehr Informationen zu möglichen Anzeichen von BPS lesen Sie im Kapitel Symptome.
Wie häufig ist die Borderline-Störung?
Schätzungen zufolge leiden ein bis fünf Prozent aller Menschen an BPS – Frauen wohl etwas häufiger als Männer. Vielleicht, so vermuten Experten, begeben sich Frauen aber auch einfach nur häufiger in Behandlung.
Wie kann man Borderline behandeln?
Es gibt bei Borderline-Persönlichkeitsstörung durchaus erfolgversprechende Therapien: Vor allem bestimmte Formen der Verhaltenstherapie sowie die Übertragungsfokussierte Psychotherapie (TFP) haben sich in Studien nachweislich als hilfreich bei Borderline-Störungen erwiesen. Genaueres erfahren Sie im Kapitel Therapie.
Woher kommt die Bezeichung "Borderline"?
Wissenschaftler sind sich bis heute nicht ganz einig über die exakte Einordnung, Definition und Klassifizierung der Störung. Früher glaubte man, das Borderline-Syndrom sei auf der Grenzlinie (englisch: borderline) zwischen Neurose und Psychose anzusiedeln – daher der Name.
Heute zählt das Leiden zu den Persönlichkeitsstörungen, ist genauer definiert als: emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typ.
Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.
Sandra Schmid / www.apotheken-umschau.de;
26.10.2011, aktualisiert am 14.12.2011
Bildnachweis: W&B/Privat, Thinkstock/Hemera
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